Herausforderung: Bestehende Finanz-Applikation unter regulatorischem Druck barrierefrei modernisieren
Ein führender Finanzdienstleister aus Deutschland stand vor der Aufgabe, eine bestehende Finanz-Webanwendung im Zuge neuer Anforderungen an digitale Barrierefreiheit umfassend zu modernisieren. Im Mittelpunkt stand ein strukturiertes Accessibility Refactoring, um zentrale Nutzerflüsse, Formulare und Interaktionsmuster auf WCAG 2.2 auszurichten. Auslöser war der steigende Handlungsdruck rund um das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG, das in Deutschland seit dem 28. Juni 2025 gilt und den European Accessibility Act in deutsches Recht umsetzt. Für digitale Angebote im verbrauchernahen Umfeld, darunter je nach Anwendungsfall auch Leistungen aus dem Finanzumfeld, wurde Barrierefreiheit damit zu einem strategischen und operativen Thema.
Im ersten Schritt sollte die bestehende Anwendung auf WCAG 2.2 ausgerichtet werden. Ziel war eine deutlich bessere Nutzbarkeit für alle Anwender, unabhängig davon, ob sie mit Tastatur navigieren, Screenreader einsetzen oder auf klare visuelle Strukturen angewiesen sind. WCAG 2.2 ist die aktuelle W3C Empfehlung für barrierefreie Web-Inhalte. Sie wurde am 5. Oktober 2023 veröffentlicht, ergänzt WCAG 2.1 um 9 zusätzliche Erfolgskriterien und deckt bei Umsetzung grundsätzlich auch die Anforderungen von WCAG 2.1 ab.
Im Projekt ging es deshalb nicht nur um einzelne Korrekturen, sondern um eine strukturelle Verbesserung der gesamten Anwendung. Überarbeitet wurden unter anderem semantische HTML-Strukturen, Tastaturbedienbarkeit, Fokusführung, Kontraste, ARIA-Muster sowie konsistente Interaktionen über verschiedene Oberflächen hinweg.
Da das Projekt schneller Fortschritte machte als ursprünglich geplant, wurde der Umfang anschließend erweitert. Zusätzlich zum Accessibility-Refactoring wurde ein Refactoring der bestehenden UI-Strukturen angestoßen und eine interne React Komponenten-Bibliothek neu aufgebaut. Ergänzt wurde dies durch Storybook, damit Komponenten, Zustände und Varianten im Team transparent dokumentiert und langfristig wiederverwendet werden können.
Unser Beitrag ging über die technische Umsetzung hinaus. Neben dem Accessibility Refactoring unterstützten wir das Frontend-Team durch Code-Reviews, Pair Programming und Best-Practice-Workshops. Dadurch wurden neue Accessibility- und UI-Standards nicht nur umgesetzt, sondern direkt in die tägliche Entwicklungsarbeit überführt.
Warum prokodo für Accessibility-Refactoring und Component Libraries
Seit vielen Jahren unterstützen wir Unternehmen dabei, gewachsene Frontends technisch zu modernisieren, nutzerfreundlicher zu gestalten und langfristig wartbar weiterzuentwickeln. Bei Accessibility-Projekten in bestehenden Produktlandschaften verbinden wir pragmatisches Refactoring mit wiederverwendbaren React-Komponenten, klar dokumentierten UI-Standards und einem Vorgehen, das Accessibility, Architektur und Entwickler Realität zusammen denkt. Mehr dazu auf unserer Seite zur React Agentur.
Unsere Kernkompetenzen:
- Accessibility-Refactoring: Strukturierte Modernisierung bestehender Web-Anwendungen nach aktuellen Accessibility-Standards
- React & TypeScript Frontends: Saubere, modulare und wiederverwendbare UI-Architekturen
- Component Libraries & Designsysteme: Interne UI-Kits mit Storybook als Basis für Konsistenz und Skalierung
- Testing & Qualitätssicherung: Robuste Komponenten und User Flows durch Unit- und E2E-Tests
- Coaching & Enablement: Wissenstransfer direkt im Projektalltag über Reviews, Workshops und Pair Programming
- Modernisierung im Bestand: Pragmatische Weiterentwicklung bestehender Systeme statt unnötiger Komplett-Neubauten
Unser Anspruch ist es, barrierefreie und technisch belastbare Frontends zu schaffen, die Teams im Alltag wirklich weiterbringen.














